Auf dieser Seite haben
wir ein paar Tipps zusammengestellt, die für Hochzeitsfeiern und
ähnliche Parties nützlich sein können. Sie können diese Tipps auch als
"Checkliste" für Ihre eigene Veranstaltung nutzen.
Vorwort
In letzter Zeit macht sich immer mehr eine - in meinen Augen - Unsitte breit: Polterhochzeiten
Ich weiß nicht, wer auf dies irrwitzige Idee gekommen ist. Aber sein Hauptmotiv kann nur übertriebene Sparsamkeit gewesen sein. Denn das ist der einzige Vorteil, den ich
bei dieser Art von Feier erkennen kann. Dagegen stehen eine Vielzahl von Nachteilen. Einige möchte ich hier mal kurz erwähnen. Bei einer Polterhochzeit kommen verschiedene
Generationen zusammen: A: Die "Jugend": Das Brautpaar und seine Freunde
B: Das "Mittelalter": Die Eltern, Onkels, Tanten
C: Das "Alter": Die Großeltern und Urgroßeltern Es liegt in der Natur der Dinge, dass der Musikgeschmack und die Hörgewohnheiten bei
diesen Generationen stark auseinander driften. Während von A nach B, bzw. von B nach C die Unterschiede nicht soooo groß sind, sind sie zwischen A und C sehr gravierend.
Bei Musikwünschen von Freunden des Hochzeitspaares kann es durchaus vorkommen, dass Hardrock-Titel oder Techno-Songs gewünscht werden. Diese werden gewöhnlich mit sehr
hoher Lautstärke gewünscht. Jetzt kommen wieder die Großeltern ins Spiel. Als Familienangehörige haben sie sehr wohl ein Interesse, der gesamten Feier beizuwohnen. Sehr
oft verlassen sie dann aber mit schmerzverzerrtem Gesicht den Veranstaltungsraum. Das muss doch nicht sein! Feiern Sie Ihre Hochzeit mit
Ihrer Familie unter sich, dann gehören solche Katastrophen der Vergangenheit an. Sollten Sie mit Ihren Freunden auch feiern wollen und das Geld reicht für eine zweite
Feier, warum nicht? Feiern Sie Ihren Polterabend mit Ihren Freunden (die Eltern und Verwandten dürfen dabei natürlich auch mitfeiern). Hierbei kann dann die Musik auf die
jüngeren Gäste ausgerichtet werden, während die Gäste der Hochzeitsfeier ein ihrer Generation angepasstes Musikprogramm erleben dürfen.
Platzierung der Gäste
Wenn
Sie Ihre Hochzeitsfeier eher "offiziell" anlegen, gibt es eine feste
Sitzordnung für die Ehrengäste. (Einzelheiten
hier unter der Überschrift "Sitzordnung".) Diese Sitzordnung
sieht vor, dass die engsten Verwandten am Tisch des Brautpaares sitzen.
Außerdem ist der "beste" Tisch natürlich für diese Gäste reserviert.
Hier entsteht oft ein schwerwiegendes Problem, denn oft wird dieser
"beste" Tisch direkt bei der Tanzfläche platziert. Hier ist jedoch auch
die Lautstärke am höchsten. Das bedeutet: jene Gäste, die am
empfindlichsten auf Lautstärke reagieren, haben den lautesten Tisch.
Dieser Umstand kann Ihre Party stark beeinträchtigen. Tipp: Achten Sie
darauf, dass die älteren Gäste einen möglichst großen Abstand zur
Tanzfläche haben.
Platzierung der Tanzfläche
Idealerweise sollte es im
Raum zwei unterschiedlich laute Bereiche geben. Auf der Tanzfläche ist
es lauter, bei den Tischen ist es jedoch ganz deutlich leiser. Damit das
klappt, müssen beide Bereiche etwas getrennt gelegen sein. Plazieren Sie
z.B. die Tische im linken Raumteil und die Tanzfläche im rechten
Raumteil. Das klingt banal, aber es gibt auch Veranstaltungen, bei denen
die Tische in U-Form aufgebaut sind und die Tanzfläche in der Mitte der
Tische. Wenn möglich sollte man das vermeiden. Unbedingt vermeiden
sollte man auch, für die Tanzfläche und die Tische zwei voneinander
getrennte Räume zu wählen. Die einzige Ausnahme besteht, wenn die
Trennwand zwischen beiden Räumen eine breite Schiebetür ist, die
die Trennwand "verschwinden" lässt. Andernfalls besteht immer die
Gefahr, dass der DJ, ähnlich einem Radio-Moderator, keinen direkten
Sichtkontakt zum Publikum hat. Dies kann zur Folge haben, dass der
"Funke" zum Publikum "nicht überspringt".
Ende der
Veranstaltung
Klären Sie genau ab, ob
Sie in Ihrem Gastraum tatsächlich so lange feiern können, wie Sie
möchten. Es kommt oft vor, dass die Gastgeber am Veranstaltungstag
überrascht feststellen, dass nur bis 1 Uhr gefeiert werden kann.
Manchmal wird die Veranstaltung auch vom Bedienpersonal regelrecht
abgewürgt: Licht an, Stühle zusammenrücken usw. Erkundigen Sie sich vor
der Veranstaltung genau, wie lange gefeiert werden kann und bestehen Sie
am Veranstaltungstag auf die gemachten Zusagen.
Lautstärke
Ein großer Teil einer
Gesellschaft wird mit Musik in moderater Lautstärke bestritten. Später,
wenn es mehr in Richtung Disco-Party geht, wird es ganz deutlich lauter.
Titel wie z.B. "Live Is Life" von OPUS machen bei Zimmerlautstärke
keinen Spaß. Darüber sollten Sie sich keine Illusionen machen. Wenn man
während einer Disco-Runde die Lautstärke wegnimmt, gehen die Gäste von
der Tanzfläche, da hilft nichts. Normalerweise ist das auch überhaupt
kein Problem.
Manchmal allerdings
stellt sich um 22 Uhr heraus, dass der gebuchte Hotelsaal umgeben ist
von vermieteten Hotelzimmern und dass die Wände recht hellhörig sind.
Das bedeutet, dass ab 22 Uhr nur noch Zimmerlautstärke möglich ist. Das
ist für uns kein Problem, allerdings wird die abschließende ultimative
Disco-Party deutlich weniger ultimativ ausfallen und ihre Gäste werden
enttäuscht sein.
Wir haben immer wieder
mit Veranstaltungsräumen zu tun, die für Parties völlig ungeeignet sind.
Die Gastwirte wissen dies auch, aber auch ein Gastwirt muss Geld
verdienen. Tipp: Bringen Sie vor der Buchung Ihres Hotels oder Ihrer
Gaststätte diesen Punkt zur Sprache. Erkundigen Sie sich vor allem in
Hotels genau nach den Bedingungen während der Nachtruhe.
Sehr
wichtig: Beleuchtung und Raumhelligkeit
Dies ist für eine
gelungene Veranstaltung ein sehr wichtiger Punkt, den man nicht
unterschätzen sollte. Die Beleuchtung des Raumes bestimmt in hohem Maße
die Atmosphäre im Saal. Ab einem bestimmten Zeitpunkt empfiehlt sich
gedämpftes, zurückhaltendes Licht. Wenn es zu hell ist, fühlen sich die
Gäste zu sehr auf dem Präsentierteller und trauen sich nicht,
ausgelassen zu feiern oder gar auf die Tanzfläche zu kommen. Daran kann
eine ganze Party scheitern.
Unser Tipp: Irgendwann
nach dem "offiziellen Teil" der Feier sollte die Beleuchtung des Saals
deutlich gedimmt werden. Auf der Tanzfläche wird das Licht komplett
ausgeschaltet und durch dezentes farbiges Licht ersetzt. (Diese
Lichtanlagen erhalten Sie bei STARLIGHT-entertainment.) Der Vorteil von
farbigem Licht ist, dass es nicht so hell und grell ist und außerdem
eine gemütliche und fröhliche Atmosphäre erzeugt. Ihre Gäste fühlen sich
wohler und es trauen sich mehr Gäste auf die Tanzfläche.
Zeitpläne
Wenn Sie einen Zeitplan
für Ihre Feier angefertigt haben, machen Sie sich bereit für eine
schlechte Nachricht: Unter den vielen tausend Veranstaltungen, die wir
bis jetzt durchgeführt haben, war bislang nicht eine einzige, bei der
solch ein Zeitplan auch nur annähernd eingehalten wurde. Fast immer
verschieben sich die geplanten Abschnitte deutlich nach hinten. Das
Essen dauert fast immer länger als geplant und diverse Darbietungen oder
Überraschungen der Gäste sind auch schlecht planbar. Zudem vergisst man
leicht, dass zwischen den einzelnen Programmpunkten etwas Zeit benötigt
wird, damit sich die Gäste unterhalten können usw. Je größer eine
Gesellschaft ist, desto größer ist i.d.R. die Abweichung vom
ursprünglichen Zeitplan. Übrigens, es ist gar nicht schlimm, wenn
Zeitpläne nicht eingehalten werden.
Eröffnung der Tanzfläche
Weil es gerade um
Zeitpläne ging, sei noch angemerkt, dass die Gäste meistens vor einer
gewissen Uhrzeit wenig Lust zum Tanzen haben. Während man die Gäste um
18 Uhr quasi mit Gewalt auf die Tanzfläche zerren müsste, geht etwas
später alles wie von selbst. Natürlich gibt es auch Ausnahmen, bedingt
durch regionale Bräuche ("Fränkische Hochzeiten" usw.). Ansonsten ist
eine gute Faustregel, dass man die Tanzfläche ab 20 Uhr oder später
eröffnen kann. Von einer Eröffnung der Tanzfläche vor dem Abendessen ist dringend abzuraten. Die Gäste lassen sich zwar "überreden", zum
Eröffnungswalzer an der Tanzfläche präsent zu sein und vielleicht auch
noch ein oder zwei weitere Tänze zu absolvieren. Aber das war es dann
meistens schon. Sie setzen sich und vertiefen sich wieder in ihre
Gespräche. Einen gewissen Stimmungspegel zu erreichen, ist fast
unmöglich. Sollte es doch gelingen, ist dieser spätestens beim
Abendessen wieder auf dem Nullpunkt. Gute Musik-Titel wurden gespielt,
die zu einem späteren Zeitpunkt sicher mehr "Tanz-Erfolg" gehabt hätten.
Wiederholungen machen keinen guten Eindruck.
Sommerveranstaltungen
Wenn es sehr warm ist,
muss man darauf etwas Rücksicht nehmen. Man benötigt für alles mehr Zeit
- die Gäste gehen den Tag etwas gemütlicher an. Oft bekommt der DJ
starke "Konkurrenz" durch eine sonnige Terrasse. Hier muss man abwarten,
bis die Sonne an Attraktivität verloren hat und die Gäste bereit zum
Tanzen sind. Bis es soweit ist, kann man vielleicht einen Lautsprecher
nach draußen stellen. In besonders "harten" Fällen kann es passieren,
dass der DJ im Saal allein ist und alle Gäste auf der Terrasse sitzen.
Wenn jedoch keine Terrasse und kein Garten vorhanden ist und es trotzdem
sehr warm ist, darf man die Gäste nicht überfordern. Wer schon ohne zu
Tanzen schwitzt und sich Luft zufächelt, wird auf eine schweißtreibende Dance-Party keine Lust haben. Wenn man ein wenig abwartet, bis es abends
etwas kühler wird, geht alles wie von selbst und die Gäste strömen auf
die Tanzfläche. Wenn die Tänzer alle zwanzig Minuten eine kurze Pause
zum Abkühlen brauchen, ist das eigentlich ein schönes Kompliment für den
Discjockey, oder nicht?
Als Faustregel für
Sommerveranstaltungen gilt, dass alles etwas länger dauert. Die
Tanzfläche wird erst etwas später gestürmt. Des Ende der Veranstaltung
verschiebt sich dementsprechend etwas nach hinten.
Wichtig! Sollten Sie eine Freiluftveranstaltung planen,
sorgen Sie unbedingt dafür, dass der DJ für die Technik eine feste
Stellfläche und eine Überdachung zur Verfügung hat. Versäumen Sie auch
nicht, Ihre Feier in der Nachbarschaft "anzumelden".
(Text: David Grenda,
Guido Gleichmann)
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